17.09.2017 / HBKM Rennen 5/2017

Die HBKM kehrt aus der Sommerpause zurück, es geht in die zweite Saisonhälfte die Zeit der Entscheidungen. Gefahren wurde in Steißlingen, diesmal jedoch auf der Monza Variante ein Vollgaskurs der das komplette Infield auslässt. Sauberes fahren und eine gute Taktik sollte hier der Schlüssel zum Erfolg sein.

Qualifikation

Wie schon beim letzten Rennen wurde auch diesmal in zwei Gruppen in Steißlingen gefahren. Eine kleine Regelanpassung änderte den Modus etwas, was aus den Erfahrungen des ersten Laufs resultierte. So wurden die Gruppen nicht mehr zugelost sondern die Platzierung in der Meisterschaft sorgte für die Gruppenwahl. In Gruppe 1 mussten entsprechend die Meisterschaftsführenden starten. Auf noch "grüner" Strecke und mit kalten Karts galt es eine schnelle Rundenzeit zu schaffen. Nach beiden Qualifikationsläufen erhielt man eine bunte Mischung an Zeiten und schnell blickte man wieder auf enttäuschte Gesichter der Fahrer die den Sprung in Gruppe 1 nicht treffen. So war schnell klar, dass diese bei dieser Veranstaltung nicht um den Sieg mitreden konnten. Die Polepositon sicherte sich Ronald Lörincz vor Giovanni Loperfido. Auf Platz 3 landete bereits der erste Fahrer der AM Kategorie und Neuling in der HBKM: Sebastian Kurth. Dahinter wurde es interessant, kam es zum Bruderduell zwischen Lorenzo und Joshua Heyder die beide um die Meisterschaft fuhren. Auch die Meisterschaftskontrahenten der AM Wertung Laszlo Lörincz und Robert Maier schafften den Sprung in die Gruppe 1.

Sprintrennen

Im Sprintrennen Gruppe 1 wurde schnell klar: Polesetter Ronald Lörincz zog eines der schwächtsten Karts des Tages. Wehrlos musst er sich innerhalb kürzester Zeit den ersten Verfolgern geschlagen geben. Giovanni Loperfido gab den Ton an, konnte sich aber nicht absetzen. Dahinter arbeiteten sich die Brüder Lorenzo und Joshua Heyder an Sebastian Kurth und auch den wehrlosen Ronald Lörincz vorbei. Wissentlich dass es um eine eventuelle Meisterschaftsvorentscheidung gehen könnte wurde mit großer Härte, aber stets fair gekämpft. Joshua Heyder schaffte es seinen Bruder zu überholen und setzte auch zum Angriff auf Loperfido an. Als Verfolger seines Bruders Lorenzo machte er alles richtig und gewann das Sprintrennen in der PRO Klasse.
In der AM Klasse war es Robert Maier der sich mit der richtigen Taktik still und heimlich an allen vor ihm liegenden Fahrern vorbeifuhr und als Verfolger in der Meisterschaft ebenfalls alles richtig machte. Laszlo Lörincz schaffte es nicht an Sebastian Kurth vorbeizukommen und musste sich mit Rang 3 gegnügen.
In der Gruppe 2 startete Frank Martin von der Pole und führte das Rennen auch an. Größte Überraschung hier: Alexej Zimbelmann. In der Qualifikation noch vom letzten Platz ins Rennen gekommen, wachte dieser wohl auf und wurde immer schneller. Nach den bereinigten Boxenstopps tauchte er dann schon bald direkt hinter Martin auf und setze diesen unter Druck. Bei den beiden ging es im Zweikampf nicht nur um den Sieg der zweiten Gruppe sondern auch um den Aufstieg in Gruppe 1 zum Hauptrennen. Alexej Zimbelmann konnte sich kurz vor Rennende gegen Frank Martin behaupten und überholen.
In der AM Wertung ging der Sieg an Dominik Pröll der damit ebenfalls den Aufstieg in Gruppe 1 schaffte. 
Im Hauptrennen absteigen in Gruppe 2 mussten die Klassenletzten des Sprintrennens: Ronald Lörincz in der PRO Klasse der einfach Pech hatte bei der Kartlosung und Max Martin in der AM Klasse.

Hauptrennen

Das Hauptrennen wurde mit Gruppe 2 gestartet. Hier durfte Ronald Lörincz nun von der Pole starten. Zwar ein Platz an der Spitze, jedoch nur noch einen fünften Platz der PRO Wertung wert. Da tröstete es auch nicht dass bis auf Alexej Zimbelmann in der Gruppe 1 alle PRO Fahrer nur in der Outdoormeisterschaft starten wo Ronald Lörincz schon aus dem Titelkampf raus ist. Lörincz zeigte im Rennen der Gruppe 2 dass die Positionierung im Sprintrennen dem Kart geschuldet war und machte das was er am besten kann. Das Feld vorneweg dominieren. Er fuhr einen ungefährdeten Gruppen Sieg ein.
Im Hauptrennen der Gruppe 1 ging es dann um den Tagessieg. Vorne von der Pole ins Rennen ging der Sieger des Sprintrennen Joshua Heyder. Auch hier zeigte sich schnell dass das Kart des Sprintrennens das bessere war, wenn es auch nicht so schlecht war wie das Kart welches Lörincz erwischte. Joshua Heyder wusste, wenn die Konkurrenz vorbeikommt hatte er keine Chance mehr auf den Sieg im Hauptrennen also galt es sich so breit wie möglich zu machen. Allerdings machte sein Bruder Lorenzo ihm das Leben nicht leicht und kam an Joshua vorbei. Nach den bereinigten Boxenstopps musste sich Joshua auch noch dem dem stark fahrendem Alexej Zimbelmann geschlagen geben. Im Sprintrennen noch vom letzten Platz der Gruppe 2 gestartet, mit dem Sieg den Aufsteiger gesichert kämpfte sich Zimbelmann im Hauptrennen vor bis auf Position 2.
Heiß her ging es in der AM Klasse. Das schlechte Kart von Ronald Lörincz blieb in der Familie und so zog es ausgerechnet der Meisterschaftsführende Laszlo Lörincz. Es scheint dass beiden in der Outdoormeisterschaft das Glück verwehrt bleiben sollte. Wissentlich dass Laszlo Lörincz noch Meisterschaftsführender war vor dem Rennen startete er natürlich und wollte das maximum mit nach Hause nehmen. Doch zu allem Unglück kam auch noch Pech hinzu, wurde Lörincz im Zweikampf bei einem Rennunfall in der letzten Kurve aufs Korn genommen und umgedreht. Damit rutschte er Hoffnungslos auf den letzten Platz der Gruppe 1 ab, was einem 6. Platz entsprach. Das Rennen gewann ausgerechnet der größte Gegner für Lörincz, Robert Maier der somit bis auf die Bonuspunkte die maximale Punktzahl der Rennen erbeutete.

Endergebnis

Die PRO Wertung stand schon vor dem Rennen ganz unter dem Motto des Bruderkampfes. Lorenzo Heyder hatte bereits beide Hände am Pokal und festigte den Griff an selbigen. Im Sprintrennen schaffte Joshua die Plicht und gewann, während Lorenzo den 3. Platz schaffte. Im Hauptrennen tauschten beide die Positionen. Punktegleichstand? Nein, denn Lorenzo holte sich im Hauptrennen noch zumindest die Bonuspunkte für die schnellste Runde. So reichte es doch zum Tagessieg vor seinem Bruder. Platz 3 ging an Giovanni Loperfido.
In der AM Wertung sicherte sich Robert Maier den Tagessieg vor Sebastian Kurth und dem frisch Alemannenring Racing beigetretenen und beflügelten Aleksander Ristic.

Vor dem Finale der Outdoormeisterschaft steht fest: In beiden Klassen gibt es nur noch einen Zweikampf.
In der PRO Klasse hat Joshua Heyder eine schwere Aufgabe vor sich. Will er Meister werden so muss er beim Finale beide Rennen gewinnen und mindestens in zwei der drei Kategorien die Bonuspunkte holen. Lorenzo Heyder hat durch die bisherigen Rennen die Luxusposition dass er im Falle einer schlechteren Platzierung als Platz 2 vom Streichergebnis profitiert.
In der AM Klasse ist nun Laszlo Lörincz durch Pech in die Verfolgerposition gerutscht, hat jedoch noch minimal größere Chancen. Er kann sich den Titel noch durch Siege in beiden Rennen sichern oder zweite Plätze, sollte Robert Maier nicht über den vierten Platz hinauskommen. Bei einer schlechteren Platzierung von Maier greift auch hier das Streichresultat.

Alles in allem erwartet uns also ein spannendes Finale mit dem Fokus auf zwei Meisterkämpfe.

 Zu den Ergebnissen

Highlights